Festgottesdienst 9. März 2025
Rückblick auf die – Ehrung unserer langjährigen Kuratorin Solveig Gschaider und Segnung ihrer Nachfolgerin Mag. Katia Waitz
Segenszuspruch für die langjährige Kuratorin Solveig Gschaider und die Amtseinführung ihrer Nachfolgerin – der Kuratorin Mag. Katia Waitz.
Wir haben uns sehr gefreut, den seit 1 Jahr amtierenden Superintendenten Pfarrer Mag. Michael Simmer und unsere allerbeste Seniorin (das heißt, Stellvertreterin des Superintendenten), die Pfarrerin aus Horn-Zwettl, Mag. Birgit Schiller bei uns begrüßen zu dürfen.
Auch den Vertretern aus den Geschwisterkirchen – aus der Röm. Kath. Kirche aus Gmünd und der Kirche der Böhmischen Brüder aus Tabor, sagen wir herzlichen Dank für ihr Kommen.
Die vielen Freunde und Freundinnen, die Vertreter und Vertreterinnen aus Politik und Medien, waren eine wunderbare Festgemeinschaft. Wir bedanken uns für das schöne Miteinander bei allen Menschen, die den sonnigen Nachmittag mit uns geteilt haben!
Ansprache der Pfarrerin Mag. Dace Dišlere-Musta:
Liebe Gemeinde, liebe Freunde und geschätzte Gäste,
wenn etwas zu Ende geht, wissen wir meistens nicht gleich, was kommt. Wenn etwas Neues anfängt, kann keiner sagen, wie das wird. Heute erlebt ihr beide, liebe Solveig und liebe Katia, eine Veränderung. Für euch beide beginnt eine neue Lebensphase mit neuen Aufgaben und neuen Herausforderungen. Für euch beide sind wir heute unendlich dankbar, dass ihr mit allen euren Gaben Teil der evangelischen Gemeinschaft hier im oberen Waldviertel seid.
Heute sind wir besonders dankbar für die langen Jahre, die du liebe Solveig, im Dienst der Gemeinde gewesen bist. Für deine Fröhlichkeit, Geselligkeit, für deinen respektvollen Umgang mit jedem, für deine vielen Ideen und die Fähigkeit sie umzusetzen. Für deine Klarheit in der Führung. Mit deinem Charme hast du viele Türe geöffnet und durch deine Liebe zu Menschen sie auch offen gehalten, weil die Menschen deine Zuwendung gespürt haben. Verunsicherungen und Schwierigkeiten hast du mit tiefem Vertrauen auf Gott gemeistert und du hast nie gescheut deine Meinung zu sagen. Dadurch hast du zwar immer wieder wo angeeckt, wie du selbst sagst, aber gleichzeitig auch die Herzen der Menschen wirklich berührt und erreicht. Du hast gute Zusammenarbeit mit vielen innerhalb und außerhalb der Gemeinde geleistet und der Öffentlichkeit gezeigt, was das evangelische Leben an sich hat.
Für mich warst du die beste Unterstützung und eine Mutmacherin, ein wunderbares Vorbild und eine Wegbegleiterin. Mich hat beeindruckt mit welcher tiefen Liebe zu Menschen du dein Amt ausgeübt hast.
Es war schwer dich loszulassen, du hast mehrmals zugestimmt noch ein wenig weiterzumachen, bis ein Mensch kommt, der deine Aufgaben weitertragen kann und auch dafür bereit ist.
Heute sind wir doppelt dankbar, weil deine Nachfolgerin Katia Waitz seit 1. Jänner schon viele Aufgaben übernommen hat und die große Frage – wie geht es weiter - inzwischen sehr erfolgreich beantwortet ist. Danke für deine Geduld und dein Vertrauen, dass der richtige Mensch mit den richtigen Gaben in unserer Gemeinde den richtigen Platz findet. So, wie Apostel Paulus das schreibt.
Heute haben wir viel Dankbarkeit für diese Führung Gottes und der heutige Tag soll uns alle stärken für das Vertrauen auf Gott in allen Veränderungen des Lebens, die uns als Pfarrgemeinde oder Kirche, oder Gesellschaft oder jeden einzelnen betreffen. Die Gabe des Vertrauens hat Paulus in seinem Brief nicht erwähnt. Vielleicht weil sie etwas ist, was uns mit Gott ganz persönlich verbindet und die Grundlage aller anderen Gaben ist. Unseren Mut können wir zusammenreißen, unsere Kompetenzen können wir entwickeln, aber das Vertrauen ist das Ruhen in der Liebe Gottes. Man kann sich nicht zusammenreißen um mehr Vertrauen zu haben. Vertrauen entsteht. Es entsteht dort, wo Liebe erfahren werden konnte.
Um vertrauensvoll zu sein, brauchen wir die Erfahrung der Liebe von Menschen und Gott. Wer die Liebe erfahren hat und das Vertrauen hat und für Veränderungen bereit ist, kann auch seine Gaben verwirklichen und seinen Platz finden. Deshalb brauchen wir ganz besonders Menschen, die die Verbindung zu Gott – den Glauben - und dadurch die Gabe des Vertrauens leben und Vorbilder für uns sind. So warst du, liebe Solveig, und bist noch immer. Das Vertrauen brauchen wir um uns in der heutigen Welt glücklich zu fühlen. Wir brauchen die Gabe zum Vertrauen für die Zukunft der Kirchen und für das Leben unserer Kinder.
Diese besondere Gabe stärke Gott in uns allen heute, wenn wir euch beide, liebe Solveig und liebe Katia, für euren weiteren Weg segnen. Amen.