Weihnachts Rückblick

Das Krippenspiel von Lizete Dišlere-Musta war ein voller Erfolg!


Der Krippenspiel-Text zum Nachlesen:

Erzähler

Der Heilige Abend ist für viele eines der schönsten Feste im Jahr, für die Kinder sogar nahe zu magisch. Auch für das kleine Mädchenwird es eine besondere Erfahrung sein, denn an diesem Heiligabend geschehen Wunder, wie vor 2000 Jahren. 

Mädchen: (Spielt mit der Krippe, bewegt die Figuren und spricht)

Hallo Schaf! Hier! Iss etwas! Heu magst du doch so sehr!  Schau mal, da sind auch deine Freunde - Esel und Kamel. Was hältst du von einem Abenteuer? Schau, da ist ein Steinhügel, da gehen wir jetzt gemeinsam hoch. (Gehen zum Christbaum, das Kind hält das Schaf oben am Christbaum). Ist diese Aussicht nicht schön hier? (Stille) Du antwortest mir nicht! Wieso? 

(setzt sich schmollend hin) Ich fühle mich so einsam, keiner spricht mit mir, alle sind so beschäftigt. Ich wünschte du wärst lebendig dann könnten wir reden, wir wären beste Freunde und würden die ganze Nacht wach bleiben und nur spielen. 

(Glockenspiel, das Kind schaut sich erstaunt um)

Schaf: Mähh! Mähh! Mähh!

Mädchen: Wer bist du?

Schaf: Hast du mich schon vergessen? Wir sind doch gerade den Hügel gemeinsam hochgegangen.

Mädchen: Schaf!? Aber wie geht das?

Schaf: Wie geht was? Den Hügel hochzugehen? Das ist ganz einfach, also du nimmst das eine Bein hebst es hoch und dann…

Mädchen: Nein, nein, nein das meine ich nicht. Ich weiß wie man geht. Ich frage dich wie du plötzlich lebendig werden konntest?

Schaf: Das ist doch noch einfacher zu erklären, heute ist Heiligabend!

Mädchen: Mehr nicht? Deine Erklärung wie man den Hügel hochgeht war viel besser (Beide kichern) 

Es ist so schön, dass du da bist und mir auch antwortest. Ich bin sonst immer so einsam!

Schaf: Ich kann hier aber nicht lange bleiben, nach Mitternacht werden wir wieder zu normalem Spielzeug

Mädchen: Wir? Ich werde auch zu einem Spielzeug? 

Schaf: Sei doch nicht albern! Natürlich nicht! Ich rede von meinen Freunden Esel, Kamel und den anderen. Wir sollten auch sie herholen. Nimm einmal den Esel in die Hand! Nun schließe deine Augen und glaube, dass er lebendig wird. Glaube so fest daran, wie du nur kannst!

(M macht das einige Zeit jedoch geschieht nichts)

So wird das nichts. Du bist von dir selbst nicht genug überzeugt. Ohne Überzeugung, kein sprechender Esel. Noch einmal: Glaub an dich!

(M versucht es nochmal angestrengt und es gelingt, Glockenspiel)

Esel: IIIahh! IIIahh! IIIahh! 

Schaf: Siehst du, ganz einfach (betont)

Mädchen/Junge: Hallo Esel!

Esel: (Putzt sein Fell) Mein Fell, es verliert immer so schnell seinen Glanz... oh nein! Was ist denn das?! Ein weißes Haar!! Schaf, schau doch mal! Siehst du etwas?

Schaf: Oh ja, da sind welche.

Esel: Welche? 

Schaf: Ein ganzer Fleck voll weißer Haare. (kichert unbemerkt)

Esel: Ein ganzer Fleck!?! Ich bin zu schön um zu sterben (legt sich hin und stellt Huf am Kopf)

Schaf: Sei doch nicht so dramatisch, es war ein Scherz!

Mädchen: Hallo, Esel! (ungeduldig)

Esel: Oh!! (erschreckt) Seit wann steht er/sie denn da? 

Schaf: Schon die ganze Zeit

Esel: (zu J/M) Oh ich habe dich irgendwie gar nicht bemerkt.

(Mädchen und Schaf kichern)

(Esel hat etwas beleidigten Gesichtsausdruck, dann lächelt er aber auch) 

Ich habe schon 3-mal beim Fellwettbewerb gewonnen, das hat noch keiner geschafft! (sehr stolz geht herum)

Schaf: Jetzt haben wir aber genug über dein Fell geredet. Hast du einen Tipp für das Mädchen gegen Einsamkeit?

Esel: Einsamkeit? Dieses Wort kenne ich nicht. Mich lieben alle.

Schaf: Ich kenne da jemanden der dir sicher helfen kann. Das Kamel, ein sehr weises Tier. Es gibt ein kleines Problemchen. Es spricht nur in Rätsel.

Mädchen: Probieren wir es! (berührt das Kamel)

(Glockenspiel)

KamelEins ist nicht einsam, wenn zehn gleich eins sind (legt sich hin)

Esel: Versteh ich nicht.

Schaf: Es ist bald Mitternacht und ich will dich auf keinem Fall in Stich lassen! Sich einsam zu fühlen ist nicht schön.

Esel: Ooh, das ist lieb! Danke, dass du mein Fell bürsten willst, ich schaffe es alleine nicht so gut. Ich bin so einsam mit meiner Schönheit.

Schaf: (zu Esel) Ich habe nicht dich gemeint!!!!!

Esel: Ach so, du meintest das Kamel 

(Schaf klopft auf seinen Kopf)

Mädchen: (lacht) Wir brauchen Unterstützung, um das Rätsel zu lösen

(Schaf nickt)

(Das Mädchen berührt Ochse, Maus, Fohlen, Mutter Pferd und Ziege)

(langes Glockenspiel)

(Fohlen kreist umher, bleibt abrupt stehen)

Fohlen: Mami? Wieso sieht dieses Mädchen, so traurig aus?

Mutter Pferd: Dieses Mädchen scheint einsam zu sein

Fohlen: Oohh, die Arme. Kann man ihr irgendwie helfen?

Mutter: Natürlich, das versuchen wir, indem wir das Rätsel gemeinsam lösen

Ochse: Mooh! Also eins ist, wenn ich einen Huf hebe (hebt einen Huf) und zehn sind dann, wenn ich 9 weitere Hufe hebe.  Das heißt… (sucht nach seinen Hufen und zählt sie).

Aalle schauen gespannt zum Ochsen)

(Ochs schreit) Es ist eine Fangfrage, keiner hat 9 Hufe!

(Alle drehen sich enttäuscht weg)

Maus: Piii! Lasst mich einmal! Aus dem Weg! (kommt nach vorne)

Hier kommt euer Held! Ich, die Maus, rette das verwahrloste Mädchen!

M: Ich bin nicht ver... (wird unterbrochen)

Maus: Du musst dich nicht verteidigen, es ist ok. Als ich noch klein war, hatte ich auch Probleme, so wie du. Kein Dach über dem Kopfund keine Familie. Ganz alleine.

M: Also so würde ich das jetzt nicht…

Maus: Die Lösung (lauter gesagt) ist daher…

Ziege: Heu, (alle schauen verwundert) was? Ich habe Hunger (Stille)

Schaf: Ich fürchte, dem Mädchen wird das Heu nicht schmecken.

Mädchen: Habt ihr Hunger? Kommt, Mama macht heute ein Festessen! Ihr seid alle eingeladen!

Ziege: Viel leckeres Heu! (jubelt)

Mädchen: Nein! Wir essen kein Heu am Heiligen Abend! Und sonst auch nicht.

Pferd, Ziege, Fohlen, Schaf: (seufzen, schütteln die Köpfe, drehen sich weg)

Mädchen: (weinerlich) Ja, das dachte ich schon. Ich bin alleine. Ihr wollt nicht mit mir zusammen sein.

Alle Tiere: Nein! Das stimmt nicht!

Kamel: Eins ist nicht einsam, wenn zehn gleich eins sind

Tiere: Was könnte das bedeuten? Es ist Heiliger Abend. Komm, wir stellen uns hier um das Jesus Kind und lassen uns etwas einfallen.

(alle stellen sich herum und nehmen das Mädchen dazu)

Schaf: Wir sind 9. Immer wenn wir um das Jesus Kind stehen, wenn das Baby in unserer Mitte ist, sind wir 10 und fühlen wir uns wie eins. 

Kamel: Richtig.

Schaf: Und jeder, der alleine vor dem Jesus Kind steht, ist auch nicht einsam?

Kamel: Richtig.

Mädchen: Das bedeutet, wenn ich vor der Krippe stehe, bin ich auch nie einsam, obwohl ich da alleine stehe?

Kamel und Schaf: Richtig.

Fohlen: (hüpft und ruft fröhlich) Das kenne ich! Wenn ich vor der Krippe stehe, weiß ich, ich gehöre zu allen Pferden dieser Welt!

Kamel und alle Tiere: Richtig.

Fohlen: (umarmt den Jungen, spricht zu ihm ganz betont) Wenn du hier alleine stehst, wirst du spüren: Du gehörst zu allen Pferden dieser Welt! Du bist eine von ihnen!

Schaf: (zu dem Mädchen) Wenn du alleine vor dem Jesus Kind stehst, bist du durch ihn mit allen Menschen, die an ihn Glauben, verbunden. Und sicher bist du verbunden mit allen Schafen dieser Welt.

Ziege: Und mit allen Ziegen

Kamel: Und mit allen Kamelen!

Maus: Und mit allen Mäusen!

Ochse: Und mit allen Ochsen!

Esel: Und mit allen wunderschönen Eseln!

Mädchen: Ihr seid so gute Freunde! Ohne euch hätte ich das Jesus Kind übersehen. Und hätte geglaubt, ich bin einsam. Das Rätsel ist gelöst! Ich bin nie mehr einsam, wenn ich an der Krippe stehe.

GEMEINDELIED: Ich steh an deiner Krippe hier …

Schauspieler nehmen einander an die Hand und verbeugen sich 

ENDE

Autorin: Lizete Dišlere-Musta

Das Krippenspiel darf gerne weiterverwendet werden. Es eignet sich besonders für Gruppen mit ein paar geübten Schauspielern und mehreren kleinen Kindern mit wenig Text.

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